Aktuelles, Stand 22.01.2019

An dieser Stelle möchten wir Sie regelmäßig über Neuigkeiten aus der Biologischen Station Ravensberg informieren. Ein regelmäßiger Besuch der Seiten lohnt sich also!

Biologische Station und BUND stellen ihr gemeinsames Veranstaltungsprogramm 2019 vor! (22.01.2019)
19 Helfer schneiden Gehölzschnitt am Doberg zurück (14.01.2019)
Freiwillige Helfer beim Gehölzschnitt am Doberg herzlich willkommen! (12.01.2019)
Frohe Weihnachten 2018 - Jahresrückblick (21.12.2018)
Kopfweidenschnitt im Füllenbruch mit vielen Helfern! (17.12.2018)
Weitere Gemeinschaftsaktionen sind Anfang 2019 geplant
Freiwillige Helfer bei Kopfweidenschnitt herzlich willkommen! (15.12.2018)
„Gravensteiner“ oder „Gellerts Butterbirne“ - 374 Obstbäume haben den Besitzer gewechselt! (16.11.2018)
Federnlesen (Veranstaltung von NABU und Biostation Ravensberg) (22.11.2018)
11 Herforder Thesen (02.10.2018)
Eigene Äpfel zu Saft machen (06.10.2018)
Landschaft ist Leben (29.09.2018)
Praktikum im Naturschutz für einen Tag (24.08.2018)
Bäume ziehen an der Blutwiese (07.08.2018)
Neue Freiwillige im Naturschutz aktiv! (01.08.2018)
Lyrische Naturkunde (15.07.2018)
Schwarzgelb für die Forschung erste Saatkrähen in Bünde und Herford markiert (29.05.2018)
Erste Gössel an der Bluwiese und Weißstorch (18.04.2018)
Situation der Kiebitze im Kreis Herford (18.04.2018)
231 Weidenbäume für den Naturschutz geköpft! (01.03.2018)
Erfolgreiche Zusammenarbeit fortgesetzt! - Die Biologische Station und der BUND pflegen 27 Kopfweiden in Spenge-Mantershagen (20.01.2018)
Biologische Station und BUND stellen ihr gemeinsames Veranstaltungsprogramm 2018 vor! (09.01.2018)
Freiwillige Helfer bei Kopfweidenschnitt herzlich willkommen! (20.01.2018)




Biologische Station und BUND stellen ihr gemeinsames Veranstaltungsprogramm 2019 vor!
Das Programm erscheint zumfünften Mal in Kooperation mit der BUND Kreisgruppe Herford (22.01.2019)

Schon traditionell beginnt das jährliche Programm der Station (in seinem 27. Jahr!) mit den Seminaren zur Obstbaumpflege und zum praktischen Weidenbau (02.02.).

Gemeinsam mit dem BUND veranstaltet die Station praktische Pflegetermine, wie am 16.02. im Enger Bruch (Kopfbaumschnitt).

Eine Winterwanderung am 17.02. mit Gert Teuteberg führt nach Herford.

Im April lässt dann das obligatorische Kräuterseminar am 05.04. und die Vögel im Enger Bruch am 28.04. den herbei gesehnten Frühling erhoffen.

Bäume, Fledermäuse, Vögel und besondere Landschaften locken im Laufe des Sommers in alle Teile des Kreises Herford - und manchmal auch darüber hinaus, wie z.B. an den Dümmer (18.05).

 


weitere Informationen zu unserem Programm finden Sie unter "Veranstaltungen"

Beständig im Programm sind die Fahrradtouren, geführt von Mitarbeitern der Station und Mitgliedern des BUND (Heerser Mühle am 25.05., Kirchen, Schlösser und Museen am 13.07., an die Ems am 24.08 und ins Uchter Moor am 01.11.).

2018 wurden zwei neue Veranstaltungsformen erfolgreich getestet, so erfolgreich, dass sie in 2019 wiederholt werden: Lyrik und Naturkunde treffen sich am 14.07., wenn der Bielefelder Dichter Hellmuth Opitz mit Klaus Nottmeyer (Biostation) im Stuckenberg „Poesie und Piepmätze“ zusammenführen. Der bekannte Vorleser Dirk Strehl wird am 21.11 in besonderer Atmosphäre (in der Kupferbar in MARTA) Texte zur Feldlerche verlesen und Klaus Nottmeyer kommentiert, ergänzt dies mit Daten und Geschichten zum Vogel des Jahres 2019.

Neu ist auch ein Seminar zur Vogelfütterung - mit praktischer Anleitung am 09.11. im Herrenhaus, passend zur dann (wieder) anstehenden Wintersaison.

Alte Bekannte sind auch im Programm zu finden: Die Pilzexkursionen (die 2018 wegen der Trockenheit ausfielen) und herbstliche Exkursionen zum Uhu (12.10.) oder in den Indian Summer in Herford (13.10.).

Das Programm ist ab sofort bei uns erhältlich oder kann unter www.bshf.de/veranstaltungen eingesehen bzw. heruntergeladen (PDF-Datei, 6 MB) werden. In allen Rathäusern und anderen öffentlichen Einrichtungen liegen die neuen Programmhefte aus.

Der Druck des Programms wird von der Stiftung der Sparkasse Herford finanziell unterstützt.


Präsentieren das neue Programm (von links): Thomas Wehrenberg (Biostation), Peter Franzeck und Julia Denecke (beide BUND), Siegfried Lux (Stiftung der Sparkasse Herford) und und Klaus Nottmeyer (Biostation).


19 Helfer schneiden Gehölze am Doberg zurück
(14.01.2019)

Am letzten Samstag begann die Pflegemaßnahme am Doberg mit der Ankunft von 19 hilfsbereiten- und gut gelaunten Helfern, dessen Arbeit enorm effektiv war.

Rund drei Stunden wurde „entkusselt“ (wie der Fachausdruck für den Gehölzrückschnitt von jungem Gehölzaufwuchs heißt), geharkt, getragen und geschwitzt. Mehrere Hänge konnten so freigestellt werden und bieten damit auch in Zukunft einen artenreichen trockenwarmen Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.

Als Dankeschön sorgte am Ende der Aktion Tee, Kaffee und belegte Brötchen zur Stärkung der fleißigen Naturschützer.

Die letzte gemeinsame praktische Naturschutzaktion in diesem Winter findet im Februar statt:

16.02.2019 Kopfweiden-Schnittaktionen im Enger Bruch (siehe Karte)

Auch diese Maßnahme beginnt wieder um 9:30 Uhr. Nach der Arbeit wartet um 12:30 Uhr dann wieder eine warme Suppe auf die fleißigen Naturschützer.




























Freiwillige Helfer beim Gehölzschnitt am Doberg herzlich willkommen!
(12.01.2019)

Zusammen mit dem BUND findet am Samstag den 12. Januar 2019 die erste praktische Naturschutzaktion in diesem Jahr statt. Am Bodendenkmal und Naturschutzgebiet Doberg in Bünde sollen mehrere Flächen entkusselt werden. Unter Entkusselung versteht man die Entfernung von jungem Gehölzaufwuchs, sogenannten Kusseln, in Mooren, Heiden, Feuchtwiesen und Trockenrasen. Diese besonderen Lebensräume, in denen nur dort vorkommende Tier- und Pflanzenarten leben, müssen regelmäßig von Gehölzaufwuchs freigehalten werden, um den Lebensraum zu erhalten. Am Doberg sind dies z.B. die besonders artenreichen Trockenrasenflächen an den mageren Südhängen. Einige Tierarten findet man im Kreis Herford nur am Doberg. Allein 61 Wildbienenarten, 14 Grabwespenarten und sogenannte Stechimmenarten konnten hier festgestellt werden. Auch Heuschrecken, Großschmetterlinge, Käfer, Schwebfliegen, Spinnen und viele andere Tiere finden am Doberg einen trockenwarmen Lebensraum.

- Jede helfende Hand ist gerne gesehen -

Die Aktion findet in der Zeit von 9:30 Uhr bis 12:30 Uhr statt. Treffpunkt ist an der Albert-Schweitzer-Str. / Ecke Gaußstr. in Bünde (siehe Karte). Wenn vorhanden bitte eigenens Werkzeug wie Astschere mitbringen.



In diesem Winter folgt am Samstag den 16.02.2019 noch eine weitere gemeinsame Großschnittaktion im Enger Bruch. 17 Kopfweiden und eine Hecke sind an diesem Standort zu pflegen. Die Aktion startet wieder um 9:30 Uhr. Der Treffpunkt dort ist am Bruchweg/ Ecke Schäferweg in Enger (siehe Karte). Nach der Arbeit wartet um 12:30 Uhr auch wieder eine warme Suppe auf die fleißigen Naturschützer.




Frohe Weihnachten 2018 - Jahresrückblick der Biologischen Station Ravensberg im Kreis Herford e.V.
(21.12.2018)

Das Jahr 2018 hatte aus Sicht unserer Station viele Highlights. Einer unserer zentralen Aufgabenbereiche war die Erfassung der Obstbäume und Obstwiesen im Kreis Herford. Mithilfe einiger unermüdlicher Unterstützer, Helfer aus dem Ehrenamt und zwei unglaublich guten Studierenden, dem so genannten Lias-Team (Liane und Liam machen zusammen „Lias“), konnte es gelingen, die Obstwiesen im Kreis Herford zu erfassen. Das Land NRW hatte dazu aufgerufen und eine Vorauswahl aller bekannten Standorte verschickt. Die waren stellenweise fehlerhaft und viele Wiesen fehlten. Insofern haben wir mehr gemacht und dabei über 800 Streuobstwiesenstandorte aufgesucht; 698 Obstwiesen mit über 12.000 Bäumen haben wir offiziell erfasst und in die EDV eingearbeitet. Nach den Vorgaben des Landes (= Minimum 9 Bäume auf 1.500 m²) blieben 289 übrig und nach noch strengeren Kriterien sind nur 45 Stück besonders schützenswert. Wir wollen nun alle Wiesen, die es UNS wert sind, schützen und verbessern. Viele Standorte leiden unter chronischem Baum-Schwund und erreichen damit die Kriterien der Landesauswahl nicht. Durch den Vergleich mit älteren Daten wissen wir, dass teilweise mehr als 50% der Bäume schlicht weg sind. Da besteht akuter Handlungsbedarf, der weit über das Zählen der noch vorhandenen Wiesen hinausgeht. Dazu planen wir ein umfangreiches, zweijähriges Rettungspaket für die Streuobstwiesen, mit dem wir 2019 beginnen wollen.

Der wirklich sehr feuchte Einstieg in das Jahr 2018 - der Sommer ließ das später völlig vergessen - brachte z.B. im überschwemmten NSG Enger Bruch ein lange Zeit gut sichtbares Tüpfelsumpfhuhn, das viele Beobachter erfreute! Über seinen Verbleib wissen wir leider nichts. Dafür bekamen wir via Drohne tolle Ansichten des gefluteten Bruches - Dank der Bachelorarbeit von Igor, der sich im Einsatz dieses neuen Gerätes übte. Inzwischen hat er sein Studium in Osnabrück mit einer Arbeit über das Enger Bruch erfolgreich beendet. Wieder ein früherer Praktikant der Station, der seinen Weg macht. Wir fühlen uns ein klein wenig mitverantwortlich, sind sehr froh und auch etwas stolz darüber!

Die Kiebitze waren 2018 wie immer besondere Sorgenkinder - unsere Bemühungen zum Schutz der letzten 30-35 Paare im Kreis Herford haben nicht nachgelassen. Das durchwachsene Jahr zeigte zumindest einen nicht mehr weiter absinkenden Bestand (in den vergangenen fünf Jahren). An fünf Kolonie-Standorten brüteten 28 Paare, an drei Standorten haben wir längerfristig vertragliche Regelungen mit den Landwirten gefunden. Vorsichtig schätzen wir 14 flügge Jungvögel, die schwierige Witterung ließ manche Paare weit abwandern.

Ein absolutes Highlight erbrachte eine Routine-Erfassung der Brutvögel im Füllenbruch: über Wochen hin sang ein Blaukehlchen an seinem möglichen Brutplatz! Dies hatte es im ganzen Kreisgebiet seit vielen Jahrzehnten nicht mehr gegeben! Sollte sich hier ein Revier festigen, wäre das eine sehr schöne Belohnung für die jahrzehntelangen Bemühungen zum Schutz und zur Verbesserung des Naturschutzgebietes vor den Toren der Stadt Herford. In jedem Fall war es eine tolle Beobachtung.

Otter und Biber - gute Nachrichten pflanzen sich bei den beiden Arten fort: wir konnten sie erneut nachweisen - den Otter dabei zum ersten Mal und gleich mehrfach auch auf unseren Wildkameras. Richtig spannend wurde es am Ende des Jahres, erst vor einigen Tagen: Nur wenige Kilometer entfernt, in der Nähe der Mündung der Werre in die Weser (Stadtgebiet Bad Oeynhausen, Kreis Minden-Lübbecke), wurde ein weiterer Biber entdeckt! Aufgrund aktueller Spuren „unseres“ Bibers in seinem angestammten Revier im NSG Elseaue wissen wir, dass sich in erfreulicher Nähe nun ein zweites Tiere aufhält. Vielleicht muss Rasputin nun nicht mehr lange allein blieben, hoffen wir auf eine Alexandra oder eine Rasputina!

Die Trockenheit des Sommers ermöglichte eine fast störungsfreie, wenn auch ertragsschwache Mahd auf unseren Flächen; mehr noch, in einigen Gebieten gelang eine mehrfache Mahd, wo in anderen Jahren ein einzelner Schnitt oft nur unter Schwierigkeiten gelingt. So erwies sich ein feuchter Grünlandstandort mal als vorteilhaft - wie es früher durchaus häufiger durch die (extensive) Bearbeitung der Sieke und Bachniederungen gegeben war, um das Vieh in den knappen Zeiten des Hochsommers mit frischem Grün zu versorgen.

Rückblickend war 2018 ein Jahr mit echt viel Öffentlichkeitsarbeit! So wurde z.B. das Schul-Heimatbuch mit redaktioneller Hilfe durch die Station in achter (!) Auflage gedruckt. Wir erprobten erfolgreich neue Formen und Kooperationen: eine Poesie-Lesung im Wald mit einem echten Dichter (Hellmuth Opitz aus Bielefeld) oder ein gemeinsamer Abend mit dem bekannten Vorleser Dirk Strehl zum Vogel des Jahres erfreute uns - und auch viele Besucher! Deswegen werden wir beide „Formate“ in 2019 wiederholen (das neue Programm kommt bald)! Sommer und Herbst waren gefüllt mit Aktionen und Veranstaltungen. Mehrfach war die Station mit ihrem Stand vertreten, ob auf dem Tag der offenen Hoftür (in Bielefeld, gemeinsam mit der dortigen Station), beim Kreis-Geschichtsfest in Enger oder wie schon seit vielen Jahren wieder auf dem bestens besuchten Apfeltag bei Otte! Nach langer und ausführlicher Vorbereitung verlief dann die große, zweitägige und selbst organsierte Veranstaltung im MARTA „Landschaft ist Leben“ sehr erfolgreich mit vielen Besuchern, spannenden Beiträgen und fruchtbaren Diskussionen. Es war die erste wirklich umfangreiche, gemeinsame Aktion der beiden Naturschutzverbände BUND und NABU im Kreis Herford - und die Station ist sehr froh, das ihrige zum Gelingen beigetragen zu haben.

Zum Schluss und als Ausblick in das kommende Jahr sollte nicht unerwähnt bleiben, dass sich personell bei uns was tut: Nach fast 26 Jahren verantwortlicher und unermüdlicher Mitarbeit wird uns zum 1.3.2019 Dr. Ulrike Letschert verlassen, weil sie in den Ruhestand geht, für den wir ihr von ganzem Herzen alles Gute wünschen! Und wir haben vor wenigen Wochen mit Anna Brennemann eine neue Mitarbeiterin vertraglich an uns gebunden. Anna war vor Jahren bei uns FÖJ, und wir sind sehr froh, sie (wieder) in unserem Team begrüßen zu dürfen! Thomas Wehrenberg, auch schon 20 Jahre bei uns, übernimmt den Posten des stellvertretenden, hauptamtlichen Vorstandes.

Allen Förderern, Freunden, Unterstützern, Kolleginnen und Kollegen wünschen wir eine friedliche und geruhsame Zeit über die Festtage, einen guten Rutsch und viel Erfolg, Glück und Freude im Neuen Jahr!



Kopfweidenschnitt im Füllenbruch mit vielen Helfern! (17.12.2018)
Weitere Gemeinschaftsaktionen mit dem BUND sind für Anfang 2019 geplant

Seit über 20 Jahren schneiden die ehrenamtlichen Helfer des BUND und die Mitarbeiter der Biologischen Station Kopfbäume im Kreis Herford.

Am letzten Samstag begann die Schnittsaison im Naturschutzgebiet Füllenbruch mit der Ankunft von 22 hilfsbereiten- und  gut gelaunten Helfern, dessen Arbeit enorm effektiv war.

Rund vier Stunden wurde „gescheitelt“ (wie der Fachausdruck für das Zurückschneiden der Weidenäste heißt), getragen und geschwitzt. 25 Kopfweiden am Rande der Ziegelstraße in Hiddenhausen erhielten einen Radikalschnitt.

Als Dankeschön sorgte am Ende der Aktion eine warme Suppe zur Stärkung der fleißigen Naturschützer.

Weitere gemeinsame Aktionen in diesem Winter sind Anfang 2019 geplant:

12.01.2019 Gehölz-Schnittaktionen im Doberg in Bünde (siehe Karte)
16.02.2019 Kopfweiden-Schnittaktionen im Enger Bruch (siehe Karte)

Die Aktionen beginnen jeweils wieder um 9:30 Uhr. Nach der Arbeit wartet um 12:30 Uhr auch wieder eine warme Suppe auf die fleißigen Naturschützer.

Informationen über unser Kopfweidenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Kopfweiden.

Zusammentreffen der FÖJler und BFDler bei der Kopfweidenschnitt-Aktion


Glück mit dem Wetter: Kein Regen oder Schnee am ganzen Vormittag


Stärkung muss sein: Die fleißigen Helfer werden mit Suppe belohnt


Freiwillige Helfer beim Kopfweidenschnitt herzlich willkommen!
(15.12.2018)

Seit über 20 Jahren schneiden die Mitarbeiter der Biologischen Station Kopfbäume im Kreisgebiet.

Am Samstag den 15. Dezember findet die nächste gemeinsame Schnittaktion mit dem BUND statt. Im Füllenbruch müssen 30 Kopfweiden gepflegt werden.

 


 

Freiwillige Helfer sind herzlich willkommen!

Die Aktion beginnt um 9:30 Uhr. Treffpunkt ist die Ziegelstraße/Milchstraße (siehe Karte).

Nach der Arbeit wartet auch eine warme Suppe auf die fleißigen Naturschützer.

- Jede helfende Hand ist gerne gesehen -

In diesem Winter folgt am Samstag den 12.01.2019 noch eine weitere gemeinsame Großschnittaktion am Doberg und am 16.02.2019 eine im Enger Bruch - Details werden noch bekannt gegeben.

Informationen über unser Kopfweidenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Kopfweiden.


 


„Gravensteiner“ oder „Gellerts Butterbirne“ - 374 Obstbäume haben den Besitzer gewechselt!
(16.11.2018)

Nicht nur die Namen sind etwas Besonderes: Bei der diesjährigen Verteilaktion hat die Biologische Station im Rahmen ihres erfolgreichen Obstwiesenprojektes wieder schöne Hochstammsorten an die Eigentümer von Obstwiesen abgegeben. Seit dem Start des Obstwiesenprojektes 1995 sind damit schon 6.207 Bäume zum Erhalt von Streuobstwiesen verteilt worden! Die 374 Bäume wurden in diesem Jahr an knapp 50 Besteller verteilt, die ab mittags ihre vorbestellten Bäume abholen konnten – die Praktikanten Nicole Jaroszewicz, David Kuczkowski, Liane Lücking, Liam Dederke, Sandrina Hamke und die Mitarbeiter der BioStation Georg Borchard, Doris Meyer und Ulrike Letschert hatten die Bestellungen zusammengestellt und die Verteilung klappte wieder reibungslos.

Zu jedem Baum gab es auf Wunsch noch Zubehör: Wühlmausschutz, Rehverbissschutz und einen Holzpfahl mit Anbindestrick.

Die fast ausschließlich historischen, in unserer Region beheimateten Sorten sind überwiegend robust, besonders schmackhaft, als Tafel- oder Wirtschaftsapfel zu verwenden und häufig sogar für Allergiker geeignet.

Unter unserer Projektseite finden Sie schon die Obstbaum-Bestellliste für 2019!

Informationen über unser Obstwiesenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Obstwiesen.



Donnerstag, 22.11.18, 19.30 Uhr

Federnlesen
Gemeinschaftsveranstaltung von NABU und Biostation in der Kupferbar im Marta Herford, Goebenstraße

Dirk Strehl liest aus dem Buch "Federnlesen" von Johanna Romberg. Es handelt von dem "Glück, Vögel zu beobachten". Klaus Nottmeyer wird die Lesung durch Berichte aus seiner Arbeit als beruflicher Vogelkundler ergänzen. Er wird zeigen, was gefundene Federn dem Kundigen über die Vögel, die sie verloren haben, erzählen können. Aktuelle, ernste aber auch unterhaltsame Ergebnisse aus der Fachdisziplin Ornithologie werden vorgestellt.

 


11 Herforder Thesen ...
... zum Thema "Landschaft ist Leben!"

Im Zuge der Veranstaltung im Marta am 29./30.09.2019 "Landschaft ist Leben" wurden von den Veranstaltern 11 Thesen aufgestellt, die Sie hier als PDF-Datei herunterladen können: 11 Herforder Thesen


Foto: Die Organisatoren der Tagung mit der Ministerin: Friedhelm Diebrok (v. l.), Vorsitzender des Naturschutzbundes (Nabu) Kreis Herford, Holger Stoppkotte vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Herford, NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser und Klaus Nottmeyer von der Biologischen Station Ravensberg


Eigene Äpfel zu Saft machen

Am 06.10. kommt "Das Saftmobil" im Rahmen des 5. Blasheimer Apfeltages mitten nach Lübbecke- Blasheim. (Anmeldung erforderlich)

Es können Mengen ab 50kg angenommen werden, Äpfel, Birnen, Quitten und weiteres.

Weiterhin wird u. a. ein Floh- und Handwerker-Markt, eine kleine Apfelausstellung und eine Obstverkostung angeboten. Außerdem gibt es herzhaftes vom Imbiss, sowie Kaffee und Kuchen.

Bei Interesse steht Frau Aschemeier Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Kontakt:
Sabine Aschemeier unter 0160-7202050

 



Ab 10 Uhr findet eine zweistündige Obstbaumschnitt-Vorführung durch Georg Borchard (Mitarbeiter der Biologischen Station) statt - Treffpunkt ist Am Kuhkamp in Blasheim. Weitere Informationen unter Veranstaltungen


Landschaft ist Leben

Wir laden Sie herzlich ein zur Tagung am 29.-30. September im Marta Herford

Zeit, dass uns was (wunderbares) blüht!

Artenvielfalt, Landwirtschaft und Konsumverhalten – wie hängt das zusammen, und was geht mich das an? Darüber wollen wir aufklären, informieren und diskutieren. Aktuelle Fachvorträge und anregende Diskussionsrunden bilden den Auftakt. Ein „Markt der Möglichkeiten“ am zweiten Tagungstag zeigt, was jeder einzelne zum Schutz der Landschaft beitragen kann.

Das Tagungsprogramm können Sie hier herunterladen.

Vorfreude-Blog zur Tagung - Schauen Sie mal beim NABU rein:
Klicken sie jetzt
hier

Naturschützer gehen neue, moderne Wege: ein Vor-Freude-Blog lädt zur Landschafts-Tagung unter Federführung des NABU ein. Neben guter Unterhaltung bietet die Tagung auch inhaltlich jede Menge. Es geht um harte Fakten, kritische Einschätzungen, aber auch viele ganz unterschiedliche Ansätze und Ideen, „die Landschaft naturverträglich zu nutzen“. Damit unsere Landschaft bunt bleibt mit all ihrem lebendigen Summen, ihren Farben, Düften, den Fledermäusen und verschiedenen Vogelkonzerten. Und genau das zeigt der Threetop Event-Blog.


Foto: NABU im Kreis Herford

 


Praktikum im Naturschutz für einen Tag! (24.08.2018)

Die Biologische Station freute sich über die praktische Unterstützung durch Angela Lück, Mitglied des Landtages. Am Mittwoch, den 22.08.2018, hatte die Station die prominente Praktikantin aus dem Düsseldorfer Parlament zu Gast: Für einen Tag kam die engagierte Landtagsabgeordnete der SPD aus ihrem Wahlkreis Nr. 91 (Bad Oeynhausen, Löhne, Bünde, Kirchlengern, Enger und Rödinghausen), um sich die Arbeit der Naturschützer nicht nur anzusehen - sondern auch um kräftig mitanzupacken!

Am Naturschutzgebiet Blutwiese trafen sich die Politikerin und ihre Mitarbeiterin Elena Strehle zum Arbeitseinsatz mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Station. Auf der neu angelegten Ausgleichsfläche für die Nordumgehung der AB 30 sind die Außendienstler der Station derzeit beschäftigt, die großen Wasserflächen von unerwünschtem Baumbewuchs freizuhalten. Die Fläche ist 5 ha groß und soll für seltene Pflanzen und Tiere frei gestellt bleiben.

Nach dieser mehrstündigen, wenig Rücken schonenden Arbeit fuhr die Löhne Abgeordnete weiter zu einer Obstwiese. Hier zeigten zwei Studierende aus Höxter, Liane Lücking und Liam Dederke, derzeit im Praxis-Semester bei der Station, ihre Arbeit. Sie erfassen mit einem modernen Outdoor-Tablet alle Streuobstwiesen und helfen dabei der Station bei einer landesweiten Zählung der Obstbäume, die für den ganzen Kreis Herford von der Station koordiniert wird. Zum besseren Schutz der stark gefährdeten, alten Obstbaumbestände müssen erst einmal alle Bestände gezählt und ihr Zustand fachlich eingeschätzt werden. Die Station plant in einem mehrjährigen Projekt in der Folge noch viel mehr für die gefährdeten, alten Bäume zu tun. Frau Lück war sehr interessiert, weil sie selbst ein Grundstücke besitzt, wo eine Obstwiese seht gut hinpassen würde.

Im Anschluss wurde der Tagespraktikantin im NSG Doberg in Bünde der Stand der praktischen Arbeiten und die Lage des Bodendenkmals vorgestellt. Am Ende des Arbeitstages konnte sich die Löhner Abgeordnete hautnah einen guten Eindruck von der vielfältigen Arbeit der Station machen.

 

 


Bäume ziehen an der Blutwiese (07.08.2018)

Alle Jahre wieder - kann man sagen - schickt die Biologische Station Mitarbeiter und Freiwillige auf die Ausgleichs-Fläche an der Blutwiese in Löhne, um die dort angelegte Fläche zu pflegen. Mehrere große Gewässer wurden geschaffen, dazwischen liegt wertvolles, mageres Offenland, eingerahmt von einer großen Hecke. Leider drohen die offenen Flächen mehr und mehr zu bewalden; viele kleinen Weiden, Pappel und Birken treiben hier aus. Das Herausziehen der kleinen Bäume ist aufgrund der Trockenheit kein Spaß, der Boden teilweise schon betonhart. An den Gewässern geht es besser und hier wurden schon Hunderte Bäume gezogen und abtransportiert. Den offenen Charakter der Fläche lieben auch seltene Durchzügler; so umflogen die gebückt arbeitenden Praktis zwei Waldwasserläufer, die schon aus ihren Brutgebieten im Norden Europas auf dem Weg in den Süden sind.


Neue Freiwillige im Naturschutz aktiv!
Die Biologische Station begrüßt vier neue Mitarbeiter auf Zeit (01.08.2018)

In der aktuellen Diskussion um einen verpflichtenden Dienst im sozialen Sektor und im Umweltbereich wird schnell vergessen, wie kontinuierlich und wertvoll das Engagement junger Menschen vor Ort bereits ist.

Seit 1994 haben bei der Biologischen Station Ravensberg im Kreis Herford 114 (!) junge Menschen entweder ihren Zivildienst, ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) oder ihren Bundesfreiwilligendienst (BFD) geleistet. Sie waren und sind ein unverzichtbarer Bestandteil für den praktisch-konkreten Schutz von Natur und Landschaft im Kreis Herford. Die neue Crew von vier jungen Leuten - zweimal FÖJ und zweimal BFD - heißen: Enno und Erik sowie Nicole und Sandrina. David, der schon 2017 als FÖJler anfing, hat sein freiwilliges Jahr um sechs Monate verlängert und ist nun gewissermaßen der „Dienstälteste“.

Derzeit arbeiten die „Praktis“, wie sie bei der Station genannten werden, vor allem auf vielen Flächen mit dem Freischneider und mit der Harke (wie im Doberg in Bünde) oder ziehen Gehölze aus freien Flächen (wie an der Blutwiese in Löhne).

Nach den 48 Zivildienstleistenden (2012 war damit Schluss) machen die Freiwilligen nun die 66 voll: im Freiwilligen Ökologischen Jahr sind es nun 46 und 20 Praktikanten haben sich insgesamt für den Bundesfreiwilligendienst entschieden.

Es freut uns sehr, dass sich immer genügend Interessierten bei der Station melden und dass viele der jungen Leute, die einmal ein Jahr für den Naturschutz im Kreis Herford mitgearbeitet haben, bis heute mit der Station in Kontakt bleiben.

Es ist eine wesentliche Motivation unserer Arbeit, dass die bei uns gewonnenen Erfahrungen viele ehemalige ZDL und Freiwillige für ihren weiteren Lebensweg nachhaltig beeinflussen! Wir freuen uns auf die Zeit mit den Neuen!!


Foto: Die neuen Freiwilligen sind da: Enno, Erik, Sandrina und Nicole


Foto: Das ganze Freiwilligen-Team beim Abharken einer frisch gemähten Grünlandfläche


Lyrische Naturkunde
(15.07.2018)

Poesie & Piepmätze – so salopp könnte man die literarische Wanderung auch zusammenfassen, die der Bielefelder Dichter Hellmuth Opitz und der Herforder Biologe und Ornithologe Klaus Nottmeyer interessierten Mitwanderern anbieten. Aber es geht um etwas mehr, nämlich um eine gute Stunde lyrischer Naturkunde.

Am Sonntag, den 15. Juli um 11 Uhr geht’s los. Ausgangs- und Treffpunkt ist vor dem Meierhof in Olderdissen.

Auf der Wanderung werden Stopps an einigen markanten Punkten gemacht. Hellmuth Opitz wird dort einige seiner bildreichen Gedichte vortragen, die sich im weitesten Sinne um präzise, aber auch skurrile Naturbeobachtungen drehen. Auch einige Vögel werden eine Rolle spielen.

Klaus Nottmeyer, Leiter der Biologischen Station Ravensberg, ergänzt den Vortrag aus fachlicher Sicht und präsentiert höchst unterhaltsam Wissenswertes rund um die heimische Vogelwelt und ihre Vielstimmigkeit, über den Wald und die Landschaft. Poetische Inspiration und naturkundliche Information gehen dabei eine anregende Verbindung ein.

Der Eintritt ist frei, die Wanderung nimmt eine gute Stunde Zeit in Anspruch.

Einladung zu einer ganz besonderen Exkursion:
15. Juli 2018 ab 11:00 Uhr in Bielefeld
Treffpunkt Meierhof / Tierpark Olderdissen
Dornberger Str. 147 a
33619 Bielefeld

Foto: Ub12vow



Schwarzgelb für die Forschung: Erste Saatkrähen in Bünde und Herford markiert
(29.05.2018)

Jeder kennt Krähen - aber wer kennt die erst seit kurzem (wieder) bei uns heimische Saatkrähe? An einigen Standorten in Herford, Bünde und Lippinghausen hört man ganz aktuell in hohen Bäumen viel Geschrei: Hier brüten die heiser rufenden Saatkrähen! Die größte Kolonie der Art liegt derzeit am Waldschlösschen in Bünde. Über 150 Paare haben wir im April gezählt. „Vorher haben Saatkrähen sicher an die 100 Jahre nicht bei uns gebrütet“, führt Klaus Nottmeyer von der Biologischen Station aus. Und nun werden die schwarzen Vögel gefangen und beringt. Dabei bekamen die Ornithologen Unterstützung von der Firma Bollmeyer aus Kirchlengern mit einem ihrer Hubsteiger-Wagen, der auf 30 Meter mit einem Metallkorb nahe an die hoch liegenden Nester heran kommt. Der Chef persönlich fand das Projekt so interessant, dass er den Wagen mit Lenker zu einem sehr günstigen Preis zur Verfügung stellte. Die grundlegende finanzielle Unterstützung kam vom Kreis Herford.

Erstaunlich ist der Zuwachs an Saatkrähen Paaren im gesamten Kreis. Erst seit 2012 brütet die Saatkrähe wieder im Kreis Herford - damals mit einer kleinen Kolonie gegenüber der Kirche in Lippinghausen. Inzwischen zählen die Vogelkundler über 350 Paare an mindestens sechs Standorten, zwei davon allein in Bünde mit fast 200 Paaren. „Wir wollen herausfinden, wie das kommen kann“, so Nottmeyer und Hadasch. Dafür muss man aber wissen, wer wer ist bei den Krähen. Deswegen wurde mit der Beringung auch eine individuelle Kennzeichnung der jungen, noch nicht flugfähigen Krähen verbunden. Zu diesem Zweck hat jede Krähe, nachdem sie aus dem Nest in luftiger Höhe geholt wurde, einen Metallring der Vogelwarte Helgoland an das rechte und einen auffälligen Farbring an das andere Bein bekommen. Mit späteren - hoffentlich zahlreichen - Ablesungen kann man dann erkennen, wie z.B. die Kolonien miteinander in Beziehung stehen, wer wohin abwandert, wie hoch der Bruterfolg sein kann usw. Angesamt 19 Krähen wurden so in Bünde und Herford markiert (und in ihre Nester zurückgesetzt!). Vorher erfolgten schon ähnliche Aktionen in Bielefeld und Detmold. Dies ist derzeit das einzige Projekt dieser Art in NRW und auch in ganz Nordwestdeutschland. Im Sommer und auch in den folgenden Jahren wird weiter gefangen, z.T. auch mit anderen Methoden.

Von Bedeutung kann das Beringen der Saatkrähen auch werden, wenn es wegen der Koloniebrüter Ärger mit den Anwohnern geben sollte, die sich oft über Lärm und Dreck beschweren. Für diese Diskussion wollen die Naturschützer Informationen sammeln. Denn Saatkrähen stehen unter einem besonderen Schutz. „Der Grund dafür liegt in der jahrhundertlangen, massiven Verfolgung durch den Menschen, der in vielen Bereichen Mitteleuropas zur Ausrottung der Saatkrähe geführt hat“ erläutert der Leiter der Biostation die Sachlage. Die Wiederkehr der Art sollte man doch eher begrüßen - gerade in Zeiten, wo die Artenvielfalt vielfältig bedroht ist.


Erste Gößel an der Bluwiese und Weißstorch
(18.04.2018)

Erste Gössel an der Blutwiese und Weißstorch-Rekordjahr im Kreis Herford!
Heute waren es schon zwei Paare Graugänse, die insgesamt 7 Kleine an der Blutwiese führten. Mindestens 50 Graugänse sind vor Ort zu sehen, einige Kanada- und Nilgänse komplettieren das bunte Treiben der Gänse auf der Ausgleichs- und Ersatzfläche an der Blutwiese. Noch ohne den drohenden Lärm des noch nicht freigegeben Autoverkehrs auf der neuen Autobahn lassen sich auch die Balzrufe der Kiebitze hören.

Ein Paar Weißstörche sucht Nahrung zwischen den Teichen (und den Gänsen) an der Blutwiese. Damit streben wir einen neuen Rekord im Kreis Herford an: Derzeit sind sechs Brutplätze besetzt (Bünde: Ahle und Werfen, Hiddenhausen, Enger, Kirchlengern und Löhne; das Paar in Häver ist offenbar noch unentschlossen), mindestens viere Paar brüten bereits fest. Wer hätte das 2012 gedacht, als in Bünde das erste Paar auftauchte? Viele Menschen sind von den Weißstörchen begeistert, eine tolle Erfolgsgeschichte des Naturschutzes ist es zudem. Hoffen wir darauf, dass die Paare auch erfolgreich brüten können und die dafür nötige Nahrung auch genügend finden.




Zur Situation des Kiebitz im Kreis Herford 2018
(18.04.2018)

An 23 Stellen wurde nachgeprüft, ob Kiebitze vorhanden sind und zur Brut schreiten. Anfang März konnten die ersten Kiebitze auf möglichen Brutflächen entdeckt werden. Dann gab es einen kleinen Wintereinbruch und einen „Zugstau“, viele Kiebitze flogen nicht weiter, an die 100 konnten an manchen Stellen ausgemacht werden. Der Brutbeginn verzögerte sich. Erst am 10.4. fand sich ein 3er Gelege in Spenge. Einige Standorte waren zunächst nicht besetzt (Blutwiese) und erst ab Mitte April tauchten dort Kiebitze auf.

Aktuell sind folgende Standorte sicher besetzt: Bünde: Ahle/Holsen. Spenge: Hinter der Kläranlage/Hof Kriese, Stockstr./Bielefelder Str. Enger:  nur Enger Bruch. Hiddenhausen: Füllenbruch. Herford: Laar. Löhne: Blutwiese, Ausgleichsfläche.

Zum Teil wurde mehrfach mit den Bewirtschaftern gesprochen; erst 5 Nester wurden bisher markiert. Drei Äcker stehen unter Vertrag, bei zwei weiteren laufen noch Gespräche.

1996 hatten wir im Kreis ca. 42 Brutpaare. 2003 waren es ca. 55, 2014 32 Brutpaare und 2015 35 Brutpaare. 2016 hatten wir ein gutes Jahr mit 48 Paaren (mindestens 15 flügge Junge)! 2017 gab es einen ersten Einbruch auf nur noch 35 Paare, in diesem Jahr ist der aktuelle Stand: 63 adulte Kiebitze auf den Flächen, also möglicherweise etwa 30 Paare. Bisher konnten aber nur 20 brütenden Weibchen entdeckt werden; an mehreren Stellen balzen die Tiere, was schon auf mögliche Verluste schließen lässt. Im Enger Bruch sind Kiebitze, wie in den Vorjahren sieht es aber nicht nach einer Brut aus.

Foto: Hinweisschild für Hundehalter im Füllenbruch

231 Weidenbäume für den Naturschutz geköpft!
Die Biologische Station beendet Schnittsaison 2017/2018 (01.03.2018)

Am Ostbach in Bünde-Spradow haben die fünf "Praktis" der Station die letzten Kopfweiden in diesem Winter zurück geschnitten. Insgesamt haben sie 231 Weiden gepflegt, eine beachtliche Zahl.

Der Kopfweidenschnitt wurde in diesem Winter stark von nassem Wetter geprägt. Häufig war es so nass und matschig, dass man nur schneiden konnte und nicht häckseln. Die schweren


Fertig! Das Team der Biologischen Station hat die letzte Kopfweide für diesen Winter geschnitten - an zwei Standorten wurden sie vom BUND, der Waldjugend und andere Freiwillige Helfer tatkräftig unterstützt.


Maschinen wären vermutlich im Schlamm stecken geblieben. Das Häckseln wurde aber in den letzten beiden Februar-Wochen nachgeholt. Durch die kalten Temperaturen war es möglich die gefrorenen Flächen problemlos mit unseren schweren Maschinen zu befahren.

Ab dem 1.3. dürfen nach dem Landschaftsgesetz in NRW keine Gehölze mehr in der freien Landschaft abgesägt werden, um Tiere und Pflanzen in ihrer Entwicklung nicht zu stören.

Flechtweidenmaterial für den Bau von Zäunen, Rankhilfen, Tippis und vielen anderen „Bauwerken“ kann bei der Biologischen Station bis Ende März kostengünstig bezogen werden. Bestellung unter 05223 78250.



Erfolgreiche Zusammenarbeit fortgesetzt! - Die Biologische Station und der BUND pflegen 27 Kopfweiden

Über 5500 Kopfweiden haben die Mitarbeiter der Biologischen Station im Kreis Herford gepflegt - seit nunmehr über 20 Jahren und immer wieder mit großer ehrenamtlicher Unterstützung des BUND! Am letzten Samstag trafen sich an die 30 Freiwillige trotz regnerischer und matschiger Verhältnisse in Spenge-Mantershagen und schnitten 27 Kopfbäume am Wiesengrundbach.

 

Kopfweiden sind ein wichtiger Bestandteil der Kulturlandschaft. Wie am Standort in Spenge-Mantershagen findet man sie meist am Rand feuchter Wiesen oder in der Nähe von Bächen. Als Brennholz, Zaunpfahl oder Grundstücksmarkierung fanden die Bäume Verwendung und sie lieferten jahrhundertelang Flechtmaterial für Körbe und anderes. Durch das regelmäßige Abschneiden der Äste bilden sich Stammverdickungen aus, die sogenannten „Köpfe“. Die rissige Rinde und zahlreiche Höhlen im weichen Holz einer alten Kopfweide sind ein Tummelplatz für Käfer, Schmetterlinge, Feldsperlinge und Fledermäuse. Das Schnittgut, das jetzt in Mantershagen anfiel, werde allerdings zu Streu gehäckselt. Da diese Sorte zu schnell bricht und deshalb nicht zum Flechten und Bauen geeignet ist.

Diese Kopfbäume müssen regelmäßig geschnitten werden, weil sie sonst auseinander zu brechen drohen. An die 30 hilfsbereite und gut gelaunte Freiwillige kamen am Samstag zusammen, so dass bis zur obligatorischen Suppe alle Kopfweiden fertig geschnitten waren.

Die nächste Aktion findet am 03.02.2017 in Bünde-Spradow statt. Freiwillige Helfer heißen wir auch dort herzlich willkommen.


Rund 30 emsige Helfer waren am Samstagmorgen nach Mantershagen gekommen, um dort die Kopfweiden am Köstersholz zu pflegen: Mitarbeiter, aktuelle und ehemalige Bundesfreiwillige und Praktikanten im Freiwilligen Ökologischen Jahr bei der Biologischen Station sowie die Waldjugend Hiddenhausen und Freunde und Förderer des BUND waren mit von der Partie.

 


Freiwillige Helfer beim Kopfweidenschnitt herzlich willkommen!
(20.01.2018)

Seit nun 18 Jahren schneiden die Mitarbeiter der Biologischen Station Kopfbäume im Kreisgebiet.

Am Samstag den 20. Januar findet die nächste gemeinsame Schnittaktion mit dem BUND statt. In Spenge-Mantershagen müssen 27 Kopfweiden gepflegt werden.

Freiwillige Helfer herzlich willkommen!

Die Aktion beginnt um 9:30 Uhr. Treffpunkt ist auf dem Hof der Familie Samson, Köstersholz 4 in Spenge-Mantershagen (siehe Karte).


Nach der Arbeit wartet auch eine warme Suppe auf die fleißigen Naturschützer.

- Jede helfende Hand ist gerne gesehen -

In diesem Winter folgt am Samstag den 03.02.2018 noch eine weitere gemeinsame Großschnittaktion in Bünde-Spradow. 46 Kopfweiden sind an diesem Standort zu pflegen. Der Treffpunkt ist um 9:30 Uhr am Herzogweg/Grünberger Str.. Geparkt werden kann an der grünen Kartoffelhalle von Knollmanns gegenüber von Knoller Straße 44 in Bünde-Spradow. Von dort sind es dann etwa 400m zu Fuß bis zu den Kopfweiden (siehe Karte).

Informationen über unser Kopfweidenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Kopfweiden.



Biologische Station und BUND stellen ihr gemeinsames Veranstaltungsprogramm 2018 vor!
Das Programm erscheint zum vierten Mal in Kooperation mit der BUND Kreisgruppe Herford (09.01.2018)

Genau wie im letzten Jahr umfasst das Veranstaltungsprogramm der Biologischen Station für 2018 32 Veranstaltungen zu Natur und Naturschutz im Kreis Herford! Etliche Angebote steuern aktive Mitglieder der Kreisgruppe des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) bei.

Ganz aktiv geht es in das Jahr: am 20. 01. findet die erste Kopfweidenaktion von Station und BUND, diesmal in Spenge statt. Zum ersten Mal wird im Programm um die Außenaktionen rund um die Kopfbäume geworben. Wer mitmachen will, bekommt viel frische Luft, kräftige körperliche Arbeit und hautnahen Einblick in den Lebensraum der Kopfweiden.


weitere Informationen zu unserem Programm finden Sie unter "Veranstaltungen"

Nach den traditionellen Kursen zum Obstbaumschnitt an verschiedenen Standorten (3.2. und 17.2) und dem Weidenbasteln am 03.2. folgen viele Exkursionen in winterliche Landschaften (04.02.), zu den Amphibien (16.31.), den Kräutern und Fledermäusen (20.4. und 26.4.). Einmal geht es zu den Vögeln ins Enger Bruch: am 28.04. Mehrere Fahrradexkursionen in- und außerhalb des Kreises Herford bereichern das umfangreiche Angebot vor allem im Sommer.

Wie in jedem Jahr finden auch drei Wanderungen mit Hannelore Frick-Pohl (Kreis Herford) unter der gemeinsamen Rubrik „Natur und Kultur im Kreis Herford“ statt. Im August und September sollten sich die Pilzfreunde die Termine für Seminar und Exkursionen vormerken, um einen der begehrten Plätze zu bekommen. Das Ende der Reihe an Veranstaltungen bildet am 03.11.2018 eine Fahrt zum Geestmoor und an  den Dümmer unter der fachkundigen Leitung von Bernd Meier-Lammering vom BUND.

Das Programm ist ab sofort bei uns erhältlich oder kann unter www.bshf.de/veranstaltungen eingesehen bzw. heruntergeladen (PDF-Datei, 6 MB) werden. In allen Rathäusern und anderen öffentlichen Einrichtungen liegen die neuen Programmhefte aus.

Der Druck des Programms wird von der Stiftung der Sparkasse Herford finanziell unterstützt.


Präsentieren das neue Programm (von links): die Biologen Gabriele Potabgy, Dr. Ulrike Letschert, Thomas Wehrenberg und Klaus Nottmeyer (alle Biostation), Siegfried Lux (Sparkasse Herford) und Bernd Meier-Lammering (BUND).
Foto: Hilko Raske